DonnerstAg, 21. März 2019

Heute morgen ist herrliches Wetter: schön wenn einen morgens die 🌞 weckt. Nach dem Frühstück zieht es dann allerdings wieder zu und es beginnt in dicken Flocken zu schneien.

Sieht ja wunderschön aus, aber was tun? Kreuzworträtsel lösen, lesen, stricken, sogar malen, essen – irgendwie wird (uns) das auf Dauer langweilig 😳🙈. Wir haben weder Wlan noch Radio oder gar TV. Alles nicht schlimm, aber man muss sich wirklich an die Stille und Einsamkeit hier gewöhnen. An warme Kleidung denkt man, aber daran, dass hier nicht wirklich was zu tun ist, eher nicht. Klar, die Leute, die hier leben, haben ihre Arbeit – aber man kann es nun viel besser nachvollziehen, wie sich ein langer Winter (Oktober bis Mai) auch für Einheimische anfühlen mag und wie sie sich auf Mittsommer freuen! 😊😊😊 Zumal es ja von November bis Februar hier auch tagsüber nicht lange hell ist. 

Lucy genießt unsere „Langeweile“ und das gemeinsame Spielen:

Aber es ist wie überall: man braucht eine Aufgabe! Und die suchen wir uns, jedenfalls für heute: 😉

Wir sind nach unserem Mittagsschläfchen los ins Städtchen, wollten Quark und Milch holen. Heute „richtigen“ Quark, ohne Himbeeren 🙈😉. 

Der Schneefall hörte bald auf und kaum war ich draußen, begeisterte mich wieder die Natur. Und die herrlichen Pastellfarben, die sich am Himmel zeigten. Einfach wunderschön war das! 

Lucy muss immer schauen, was hinter den Schneebergen ist und hat es nun schon ganz gut gelernt, im Tief-Schnee zu laufen:

Hübsche typische Häuschen samt Briefkasten an der Straße gibt es:

Eine berühmte Langläufern ist aus dem Ort hier:

Vögel sind auch schon hier in den Bäumen und zwitschern. Hört sich bei den Schneemassen schon irgendwie ungewöhnlich an:

Der Laden hatte heute leider wegen Krankheit geschlossen und so zogen wir eben ohne Quark und Milch wieder heim. 

Unser Ort hier hat übrigens etwas über 200 Einwohner. Gesehen haben wir heute zwei Menschen und zwei Autos auf unserer 5 km langen Wanderung. Und ein Schneeräum-Fahrzeug. Ansonsten war alles ruhig. 

Lucy hatte auf jeden Fall sehr viel Freude im Schnee:

Dann hole ich noch mit dem Schlitten Holz aus dem Schuppen:

Hier noch ein Blick auf „unser“ Anwesen:

Und jetzt machen wir uns Bratkartoffeln und danach heizt Peter noch die Sauna für uns beide ein.

Nordlichter verpassen wir heute keine, der Himmel soll bewölkt sein. 

2 Gedanken zu „DonnerstAg, 21. März 2019“

  1. Diese Einsamkeit, welche die dort oben lebenden Menschen zu ertragen haben, muss man aushalten (können).
    Wir sind eben von Geburt an viel mehr Trubel gewohnt und empfinden diese Stille eher bedrückend (wenn sie länger als ein, zwei oder gar drei Tage anhält.

    Diese Einsamkeit trägt mit Sicherheit auch dazu bei, dass in diesen nördlichen Breitengraden vermehrt Probleme mit Alkohol festgestellt werden.

    1. Wie wir hörten, gibt es da die meisten Probleme in Stockholm.
      Wir haben uns so an die Ruhe gewöhnt, dass wir überlegen, zwei oder drei Monate im Winter dort oben zu verbringen? 🤔🤔🤔🤔

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