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04.04.2016 Guitritz – Najera


Heute ging es schon kurz nach neun Uhr los. Die Wärme ruft, ganz laut. 😉
Nur in Ponferrada machten wir noch einen „Abstecher“. Eigentlich hatte ich da vor, ein Stück Schnellstraße durch eine Pilgerstrasse mit einigen sehenswerten Punkten (wie ich es in meinem Reiseführer las) zu ersetzen.
So bogen wir also ab, kamen, nachdem wir die endlose Stadt durchfahren hatten (die armen Pilger, die da an der Straße viele Kilometer entlang laufen müssen/dürfen) an einer Tempelritterburg vorbei, dann durch das kleine Örtchen Molinaseca und „kletterten“ dann immer höher auf einer schmalen Straße bis kurz vor den Ort El Acebo. Etliche Pilger begegneten uns auf der Straße. Vor dem Ort hatten wir von oben eine herrliche Aussicht und so vesperten wir erst mal. Peter wollte noch einen Tee trinken und ich dachte, ich könne ja schon mal zu Fuß los-pilgern. Peter holt mich ja wieder mit dem Wohnmobil ein. So kam ich in das Dörfchen hinein und fühlte mich wieder mal „wie am Ende der Welt“. Hier herrscht noch lebendiges Mittelalter. Ein paar alte Häuser, die typisch für die Gegend hier mit Balkonen versehen sind, und natürlich Pilger-Herbergen, sowohl zum Übernachten als auch zum Essen (aber das, wie ich sah zu stattlichen Preisen) und natürlich einige Pilger. Aber das Beste war die Hauptstraße oder die Dorfstraße: naturbelassen, eng, eine Wasserrinne in der Mitte – mir wurde ganz anders: sollten bzw. könnten wir mit unserem über 7 Meter langen und über 3 Meter hohen Wohnmobil da wirklich durch? Ich ging zu Peter zurück und wir schauten uns das Dorf und vor allem die Straße gemeinsam an. Peter war zuversichtlich, aber mein Gefühl sagte, wir sollten da nicht durch.
Mein lieber Mann hörte auf mich und so kehrten wir um und fuhren über 12 km zur nächsten größeren Straße zurück.
Die Landschaft zwischen Ponferrada und der nächsten größeren Stadt, Astorga gefällt mir wegen der Landschaft sehr gut. Das wäre toll, da mal in der Einsamkeit mit dem Motorrad herumzukurven. Das hat was!

Bei Leon tauchte dann auf der linken Seite auch noch eine Kette schneebedeckte Berge auf. Wunderschön – und der Weg durch diese Berge führt nach Santander zum Atlantik. Bestimmt auch toll mit dem Motorrad, da durch zu fahren. Ja, da kommt man ins Schwärmen, wo es noch überall schön ist,….. 😊
Um Leon herum blüht auch alles und wir sehen wieder etliche Störche und Horste.

Dagegen sieht dann die Strecke zwischen Leon und Burgos recht langweilig und eben aus. Und die Pilger laufen direkt neben der Straße her. Na, das könnte ich mir jetzt nicht so für mich vorstellen. Über 150 km – das sind bestimmt mindestens fünf Tage – und die hier laufen? 😳 Es ist zwar alles eben hier, aber doch recht eintönig. Da komm ich wieder ins philosophieren 😉: ist halt wie im täglichen Leben, gibt solche Phasen und solche,…..

Aber vielleicht hat ja einer unserer Leser diese Tour schon gemacht und kann was dazu berichten?

Nach Burgos kommt wieder viel Wald. Es geht hoch und runter und wir sind inzwischen auf ca. 1200 Meter Höhe.
Es regnet. Wieder oder noch?

Wir kommen  uns hier zwischen Burgos und Logrono vor wie auf einer LKW – Rennstrecke,…. 😡
Inzwischen ist es nun halb acht und wir haben einen Stellplatz in Najera ins Handy eingetippt. Noch ca. 60 km und wir sind dann um halb neun auch froh, endlich Pause machen zu können.