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26.02.2016 Tarifa – El Rocío

Heute lassen wir es langsam angehen! Gemütlich wird Kaffee getrunken, ausführlich geduscht – ich geh nochmals zum Kilometer langen breiten Sandstrand – und um halb zwölf geht es dann – vorbei an den Riesendünen von Bolonia (El Lentiscal (Abzweigung)) und einer römischen Siedlung Baelo Claudia zum Cabo de Trafalgar. Es liegt kurz hinter Zahora (Achtung: wir gaben ins Navi Zohora ein und wunderten uns in dem Dorf wo der Leuchtturm abgeblieben war?) – der eigentliche Parkplatz (auch für Womos) war leider noch geschlossen und so musste Peter mangels Platz im Wohnmobil bleiben und ich lief den Kilometer vor zum weißen Leuchtturm, der in einer sagenhaften riesigen Dünenlandschaft steht.

Am 21.10.1805 fand die berühmte Seeschlacht statt, bei der die englische Armada unter Lord Nelson gegen die Spanier und Franzosen siegte. Nelson kam in der Schlacht um.

Weitere geht es an der Küste entlang nach Conil de la Frontera (langer Sandstrand, an dem man auch gut stehen kann und den Surfern zuschauen kann) zur Playa del Aceite, die eigentlich wunderschön gelegen ist: idyllische Fußwege führen von oben  durch niedrige Büsche in kleine Sandbuchten hinunter, Möwen kreisen darüber. Leider war uns heute das Wetter nicht hold und so genossen wir den Blick von oben aufs Meer vom Wohnmobil aus, natürlich mit einem Käffchen und einigen Keksen. Als das Wetter aber nun doch immer ungemütlicher wurde und es zu stürmen begann, zogen wir über Cadiz, Jerez weiter nach Sevilla. Wieder eine Riesenstadt und wir waren froh, dass uns unser Navi gut darum herumführte. Als ein Aldi auftauchte, gingen wir noch kurz was einkaufen und kamen dann erst nach Dunkelheit zu unserem heutigen Etappenziel: El Rocío!

Der Name oder besser gesagt das, was hinter dem Namen steht ist unbedingt einen Bericht und natürlich einen Besuch wert. Wir wussten ja durch unsere Karte, dass dieser Ort im Naturschutzgebiet liegt. Aber dass er so ursprünglich und ganz anders ist, das erfuhren wir erst in der Praxis! Und zwar als uns unser Navi kurz nach Einfahrt in den Ort meldete „Abbiegen auf unbefestigte Strasse“ – na ja, das kam schon mal vor: aber jetzt folgte eine Sandstrasse mit tausenden von Schlaglöchern, in denen teilweise Wasser stand und die Autos fuhren kreuz und quer, ab und an begegnete uns sogar eine Pferdekutsche. Wo waren wir denn hier gelandet? Der Wohnmobil-Stellplatz war schnell auf dem Marktplatz gefunden (ein paar Womos standen schon da) und wir staunten nicht schlecht, als hier ein reger Verkehr von Kutschen, Autos und sogar Reitern stattfand. Klar war ich darauf gespannt, das morgen alles bei Tageslicht zu sehen,…..